We Like
to Judge
Ein Workshop zur Förderung der Medienkritik und Sensibilisierung von Künstlicher Intelligenz für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I.
Eingereicht: 24.07.2026 · Verteidigt: 24.08.2026
Künstliche Intelligenz ist fester Bestandteil der Lebenswelt Jugendlicher. Anwendungen wie ChatGPT, KI-gestützte Suchsysteme oder KI-generierte Inhalte auf Social Media werden regelmässig genutzt. Gleichzeitig erschweren Deepfakes und synthetische Medien zunehmend die Unterscheidung zwischen authentischen und künstlich erzeugten Inhalten. Dadurch gewinnt die Fähigkeit zur kritischen Medienbewertung an Bedeutung.
Der Workshop „We Like to Judge“ wurde im Rahmen dieser Arbeit entwickelt, um Schülerinnen und Schüler für Chancen und Risiken von KI zu sensibilisieren und ihre Medienkritik zu fördern. Die Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (ca. 13–17 Jahre) in der Deutschschweiz. Das Konzept ist flexibel angelegt und kann an unterschiedliche Leistungsniveaus angepasst werden.
Was Teilnehmende mitnehmen.
Die Teilnehmende können in eigenen Worten erklären, was Künstliche Intelligenz ist und wie KI-Anwendungen im Alltag genutzt werden.
Die Teilnehmenden können typische Merkmale von KI-generierten Bildern und Videos benennen sowie digitale Inhalte kritisch prüfen und einschätzen, ob ein Beitrag authentisch oder manipuliert ist.
Die Teilnehmenden können drei zentrale Begriffe der Medienkritik nennen und deren Bedeutung für den Umgang mit digitalen Informationen erläutern.
Ergebnisse des Workshops
Die Rückmeldungen bestätigen, dass der Workshop besonders verständlich, motivierend und weiterempfehlenswert erlebt wurde. Die folgenden Kennzahlen machen diese Wirkung sichtbar.
Die Teilnehmenden bewerteten den Workshop insgesamt sehr positiv.
Inhalte wurden als klar und nachvollziehbar wahrgenommen.
Produktionsorientierte Aufgaben und Kahoot wurden als besonders motivierend erlebt.
Hohe Weiterempfehlungsbereitschaft unter allen befragten 70 Teilnehmenden.
Schulklassen der Sekundarstufe I, an denen der Workshop durchgeführt und laufend optimiert wurde.
Vier Phasen. Fünf Lektionen.
Pre-Umfrage zu Vorwissen und KI-Nutzung. Kahoot-Quiz zur spielerischen Aktivierung und ersten Auseinandersetzung mit authentischen vs. KI-generierten Inhalten.
Zwei Inputs: Medienkritik im Alltag sowie Einführung in generative KI und Deepfakes mit konkreten Beispielanalysen und Hinweisen zum verantwortungsvollen Umgang.
In Gruppen entwickeln die Teilnehmenden ein Medienprodukt (Reel, Podcast oder Grafik). Dabei vergleichen sie die Erstellung mit und ohne KI-Unterstützung. Die Themen stammen aus den Bereichen Influencer, Social Media oder Gaming.
Präsentation der Gruppenprodukte, strukturierte Reflexion anhand von Leitfragen, Post-Umfrage und abschliessendes Kahoot zur Lernkontrolle.
Produktarten
Die Gruppen wählen eine Produktform. Sie erstellen je eine Version ohne KI und eine mit KI-Unterstützung, um einen direkten, erfahrungsbasierten Vergleich.
KI-Tools im Einsatz
Während des Workshop wird mit diesen KI-Plattformen gearbeitet.
Materialien für jede Gruppe
Jede Gruppe erhält strukturierte Unterstützung für selbstständiges Arbeiten.
Was Lehrpersonen und Lernende sagen.
Ich habe den Workshop insgesamt als interessant, relevant, realitätsnah und strukturiert erlebt. Die Gruppenarbeit fand ich sinnvoll und der Auftrag war klar. Besonders wertvoll waren die praxisnahen Denkanstösse für einen reflektierten Umgang mit sozialen Medien. Insgesamt ein professionell durchgeführter und sehr bereichernder Workshop.
Die Workshopleitende überzeugte durch ihre professionelle, wertschätzende Art und schuf eine angenehme Lernatmosphäre. Der Workshop war klar strukturiert, hervorragend vorbereitet und altersgerecht gestaltet. Die abwechslungsreichen Materialien sowie das Kahoot förderten die aktive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler.
Das sagt Valdet über den Workshop
Das sagen Chiara und Nessrin über den Workshop
Das sagt Giorgi über den Workshop
Das sagt Barbara Schlegel über den Workshop
Das sagt Asmin über den Workshop
Das sagt Ardid über den Workshop
Das sagt Joel über den Workshop
Das sagt Kaan über den Workshop
Das sagt Steven über den Workshop
Beispiele aus dem Probeworkshop.
Reel: Kurzfilm ohne KI Beispiel aus dem Probeworkshop.
Grafik: Beispiel aus dem Probeworkshop zum Thema FOMO
Podcast: Beispiel aus dem Probeworkshop.
Was der Workshop zeigt.
Der direkte Vergleich zwischen KI-gestützter und nicht-KI-gestützter Produktion ermöglichte differenzierte Reflexionen über Chancen und Grenzen von KI.
Die Produktionsphase wurde am häufigsten als spannendster Workshopteil genannt. KI-Tools selbst auszuprobieren erwies sich als besonders motivierend.
Kleinere Gruppen (3–4 Personen) und ausreichend Produktionszeit erwiesen sich als besonders förderlich für fokussiertes Arbeiten und differenzierte Reflexionen.
Die Qualität der Ergebnisse hing nicht direkt vom Leistungsniveau ab. Auch unter herausfordernden Bedingungen entstanden kreative und reflektierte Produkte.
Alle Materialien zur Arbeit.
Carolina Resta
Multimedia Production · Jahrgang 2026
Carolina Resta studiert Multimedia Production und entwickelte «We Like to Judge» als Lehrprojekt im Rahmen ihrer Bachelorarbeit. Impulse für das Konzept lieferte ihre freiwillige Tätigkeit bei den Royal Rangers – wo Gespräche mit Jugendlichen zeigten, dass Medienunterricht oft als zu theoretisch wahrgenommen wird. Die Arbeit wurde betreut von Raphaela Netzer und Benjamin Haniman.